Wenn kleine Unternehmen über Mitarbeiterbenefits nachdenken, steht dahinter fast immer dieselbe Frage: Wie halte ich gute Leute, ohne im Gehaltswettbewerb gegen Konzerne anzutreten? Die ehrliche Antwort lautet, dass mehr Bruttolohn dieses Problem nur selten löst. Eine Erhöhung wirkt genau einmal, nämlich im Moment der Zusage. Danach wird sie zum neuen Normal.
Dazu kommt die Rechnung dahinter. Ein spürbarer Teil jeder Erhöhung kommt gar nicht beim Mitarbeitenden an, sondern geht in Lohnsteuer und Sozialabgaben. Damit netto ein wahrnehmbarer Unterschied entsteht, müssen Sie brutto deutlich mehr aufwenden, zuzüglich Arbeitgeberanteil. Genau diese Differenz ist der Spielraum, in dem Benefits arbeiten.
Ein gut gewählter Benefit hat drei Eigenschaften, die eine Gehaltserhöhung nicht hat. Er ist sichtbar, weil er im Alltag auftaucht, beim Zahnarzt, bei der Brille, beim Facharzttermin. Er ist erzählbar, weil Mitarbeitende ihn im Freundeskreis erwähnen. Und er ist schwer ersetzbar, weil ein neuer Arbeitgeber ihn selten eins zu eins bietet. Gerade kleine Betriebe können hier punkten: Ein Benefit, der persönlich erklärt wird, wirkt stärker als derselbe Baustein in einer Konzernbroschüre.